Microsoft hat kürzlich bedeutende Änderungen an der Liste der mit Windows 11 kompatiblen Prozessoren vorgenommen, was bei den Nutzern Fragen aufgeworfen hat. Indem die Intel-Chips nun nach Serien statt nach spezifischen Modellen klassifiziert werden, hat das Unternehmen aus Redmond Fragen zur tatsächlichen Kompatibilität bestimmter Prozessoren mit dem neuen Betriebssystem aufgeworfen. Dieses Update hat anstatt die Situation zu klären, eine zusätzliche Komplexitätsebene hinzugefügt, insbesondere für diejenigen, die wissen möchten, ob ihre Hardware für Windows 11 bereit ist.
Die 3 wichtigsten Informationen
- Microsoft hat die Darstellung seiner Liste der mit Windows 11 kompatiblen Intel-Prozessoren geändert und bevorzugt eine Klassifizierung nach Serien statt nach einzelnen Modellen.
- Diese neue Methode hat zu Inkonsistenzen geführt, was darauf hindeutet, dass einige inkompatible Chips unter Windows 11 funktionieren könnten.
- Die Listen der AMD- und Qualcomm-Prozessoren hingegen haben keine ähnlichen Änderungen erfahren und listen weiterhin jeden Chip einzeln auf.
Änderungen in der Liste der Intel-Prozessoren
Microsoft hat sich bei der letzten Überarbeitung der Liste der mit Windows 11 kompatiblen Chips für eine Klassifizierung nach Intel-Prozessorserien entschieden. Anstatt spezifische Modelle wie den Core i7-8700K oder den Core i9-9900K aufzulisten, verweist die Liste nun auf breitere Bereiche wie den Intel Core i7 (14. Generation) oder die Intel Core 7000X Serie. Dieser Ansatz, der auf den ersten Blick vereinfacht erscheint, hat zu bemerkenswerten Fehlern bezüglich der offiziell kompatiblen Chips geführt.
Inkonsistenzen und Verwirrung
Ein bemerkenswertes Beispiel für diese Verwirrung ist der unerwartete Ausschluss des Intel Core i7-7820HQ Prozessors, der jedoch im Surface Studio 2 von Microsoft verwendet wird und offiziell mit Windows 11 kompatibel ist. Diese Auslassung in der aktualisierten Liste wirft Fragen zur Zuverlässigkeit der von Microsoft bereitgestellten Dokumentation auf.
Darüber hinaus hat die Erwähnung der Intel Celeron 3000 Serie als insgesamt unterstützt Zweifel gesät, da nur ein Chip, der Celeron 3867U, tatsächlich Windows 11 unter den zehn Modellen dieser Serie ausführen kann.
Vergleich mit anderen Herstellern
Im Gegensatz zu Intel haben die Listen der AMD- und Qualcomm-Prozessoren keine ähnlichen Änderungen erfahren und listen weiterhin jeden Chip einzeln auf, obwohl sie seit einiger Zeit nicht mehr aktualisiert wurden. Serien wie Snapdragon X Elite oder die Ryzen der 9. Generation von AMD sind in den aktuellen Listen nicht enthalten, was auch Probleme für Nutzer darstellen könnte, die ihre Hardware aktualisieren möchten.
Offizielle Erklärung von Microsoft
Trotz dieser Änderungen versichert Microsoft, dass Prozessoren zukünftiger Generationen, die die gleichen Kriterien erfüllen, als kompatibel angesehen werden, auch wenn sie nicht explizit auf der Liste stehen. Der Technologieriese präzisiert, dass die Listen bei jeder neuen Version von Windows aktualisiert werden, aber das mindert nicht die Bedenken der Nutzer, insbesondere derjenigen, die planen, von Windows 10 auf Windows 11 mit älterer Hardware umzusteigen.
Hintergrund von Microsoft und Windows 11
Microsoft, 1975 von Bill Gates und Paul Allen gegründet, ist ein Pionierunternehmen im Bereich der Computersoftware. Mit der Einführung von Windows 11 dominiert das Unternehmen aus Redmond weiterhin den Markt für Betriebssysteme. Windows 11, der Nachfolger von Windows 10, führt neue Funktionen und eine überarbeitete Benutzeroberfläche ein. Die Hardwarekompatibilität bleibt jedoch eine große Herausforderung für Nutzer, die auf dieses neue System umsteigen möchten.