Sie wachen an einem Neujahrsmorgen auf, bereit, die Versprechen eines neuen Jahres zu begrüßen, aber die Nachrichten sind alles andere als erfreulich. Stellen Sie sich die Überraschung der Kunden von La Poste vor, als sie entdecken, dass ihre Bank-, Messaging- und Lieferdienste durch einen Cyberangriff lahmgelegt sind. Was ist passiert und welche Konsequenzen hat das für das Unternehmen und seine Kunden?
Die 3 wichtigsten Informationen
- Ein Cyberangriff hat am 1. Januar 2026 La Poste und ihre Tochtergesellschaften getroffen und La Banque Postale, Colissimo und den Messaging-Dienst laposte.net beeinträchtigt.
- Kunden von La Banque Postale können nicht auf ihre Online-Konten zugreifen, obwohl einige Zahlungen weiterhin möglich sind.
- Colissimo und die E-Mail-Dienste sind ebenfalls gestört, was sich auf Online-Operationen und Lieferungen auswirkt.
Der neue Angriff trifft La Poste
Kurz nach einem vorherigen Cyberangriff sieht sich La Poste einer neuen IT-Offensive gegenüber. In der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar 2026 bestätigte die Gruppe, dass sie einen Angriff erlitten hat, der mehrere ihrer Hauptaktivitäten stört. La Banque Postale, Colissimo und der Messaging-Dienst laposte.net sind betroffen. Diese Situation stürzt das Unternehmen in eine anhaltende Krise, ähnlich der, die das Ende des Jahres 2025 geprägt hat.
Der vorherige Cyberangriff, der am 22. Dezember stattfand, hatte bereits erhebliche Störungen verursacht, indem er ein Rechenzentrum der Gruppe ins Visier nahm. Es handelte sich um einen DDoS-Angriff, der darauf abzielte, ein Netzwerk mit Anfragen zu überfluten, um es funktionsunfähig zu machen. Dieser neue Angriff scheint von ähnlichem Ausmaß zu sein, obwohl die genauen Details noch bestätigt werden müssen.
Auswirkungen auf die Kunden von La Banque Postale
Für die Kunden von La Banque Postale ist die Unmöglichkeit, auf ihre Online-Konten zuzugreifen, besonders besorgniserregend. Die digitalen Dienste der Bank sind vorübergehend nicht zugänglich, obwohl online authentifizierte Zahlungen per SMS und Kartentransaktionen weiterhin funktionieren. Diese Situation wurde von vielen Nutzern auf verschiedenen Plattformen bestätigt.
Die Störungen betreffen auch die Überweisungsdienste von WERO, sodass die Kunden nach alternativen Lösungen für ihre täglichen Finanztransaktionen suchen müssen.
Colissimo und Messaging betroffen
Colissimo, die Paketabteilung von La Poste, sieht ihre verbundenen Dienste im „degradierten“ Modus arbeiten. Online-Aktivitäten wie Frankierung, Rücksendung und Stornierung sind gestört. Obwohl der Neujahrsfeiertag die unmittelbaren Auswirkungen auf die Lieferungen verringert, könnte sich die Situation in den kommenden Tagen verschärfen, wenn die Probleme anhalten.
Der E-Mail-Dienst laposte.net ist ebenfalls von Unterbrechungen betroffen, wobei Benutzer nicht auf ihre Konten zugreifen können.
Kontext der jüngsten Cyberangriffe
La Poste ist mit Cyberangriffen nicht unbekannt. Ende Dezember hatte ein DDoS-Angriff bereits ihre Infrastrukturen lahmgelegt und erhebliche Störungen verursacht. Die pro-russische Gruppe NoName057(016) hat diesen Angriff für sich beansprucht, obwohl dies von La Poste nicht offiziell bestätigt wurde. Diese Art von Angriff erfordert beträchtliche Ressourcen, was auf die Beteiligung einer von einer bedeutenden Macht unterstützten Gruppe hindeutet.
Die Wiederholung dieser Vorfälle unterstreicht die Bedeutung für La Poste, ihre digitalen Abwehrmaßnahmen zu verstärken und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberbedrohungen zu verbessern. Diese Ereignisse beleuchten die wachsenden Herausforderungen, denen große Unternehmen in einer zunehmend vernetzten Welt gegenüberstehen.