Haben Sie sich jemals vorgestellt, dass ein einfacher Klick Ihre sensibelsten Daten gefährden könnte? Mit der Entdeckung von Reprompt, einer Angriffstechnik, die auf Microsoft Copilot abzielt, wird diese Sorge zur Realität. Tauchen Sie in die Details dieser Bedrohung ein und erfahren Sie, wie sie schnell neutralisiert wurde.
Die 3 wichtigsten Informationen
- Reprompt ist eine Angriffstechnik, die eine Schwachstelle in Microsoft Copilot ausnutzt und es Hackern ermöglicht, Sitzungen zu kontrollieren und auf sensible Daten zuzugreifen.
- Die Schwachstelle wurde von Sicherheitsexperten von Varonis entdeckt und von Microsoft im Januar 2026 behoben.
- Diese Schwachstelle betraf nur Copilot Personal, während Microsoft 365 Copilot für Unternehmen unberührt blieb.
Entdeckung von Reprompt
Die Angriffstechnik Reprompt wurde von Sicherheitsexperten von Varonis ans Licht gebracht. Bei der Analyse der Funktionsweise von Microsoft Copilot entdeckten sie, dass dieser durch eine einfache URL manipuliert werden konnte. Durch den Parameter „q“ in dieser URL konnten Angreifer Befehle einfügen, die automatisch ausgeführt wurden, wenn die Seite geladen wurde. Diese Methode nutzt einen Klick auf einen Phishing-Link aus und macht den Angriff sowohl unauffällig als auch potenziell verheerend.
Funktionsweise und Auswirkungen des Angriffs
Sobald das Opfer auf den manipulierten Link klickt, bleibt die aktive Sitzung von Copilot verbunden, selbst wenn der Benutzer den Tab schließt. Dies ermöglicht es Hackern, im Hintergrund zusätzliche Befehle zu senden, um Daten wie den Gesprächsverlauf zu extrahieren. Die Reprompt-Methode nutzt die Wiederholung und Verkettung von Anfragen, was es Sicherheitswerkzeugen erschwert, die Datenexfiltration zu erkennen.
Reaktion von Microsoft und Lösung
Varonis hat Microsoft im August 2025 auf diese Schwachstelle aufmerksam gemacht. Als Reaktion darauf hat Microsoft schnell gehandelt und einen Patch in sein Sicherheitsupdate Patch Tuesday im Januar 2026 integriert. Dank dieses schnellen Eingreifens wurde kein Missbrauch dieser Schwachstelle gemeldet. Benutzer von Copilot Personal wurden aufgefordert, ihre Systeme zu aktualisieren, um sich vor möglichen Angriffen zu schützen.
Unterschiede zwischen Copilot Personal und Microsoft 365 Copilot
Es ist wichtig zu betonen, dass die Reprompt-Schwachstelle nur Copilot Personal betroffen hat. Microsoft 365 Copilot, das hauptsächlich von Unternehmen genutzt wird, war nicht betroffen. Diese Unterscheidung ist entscheidend für Unternehmen, die sich auf Microsoft 365 für ihre täglichen Abläufe verlassen, da sie eine verstärkte Sicherheit gewährleistet.
Microsoft Copilot: Entwicklung und Sicherheit
Microsoft Copilot, das als KI-basiertes Assistenztool eingeführt wurde, hat schnell an Popularität gewonnen. Es wurde entwickelt, um verschiedene Microsoft-Anwendungen zu integrieren und den Benutzern ein interaktives und personalisiertes Erlebnis zu bieten. Wie jedes technologische Werkzeug ist es jedoch nicht vor Schwachstellen gefeit. Die Entdeckung von Reprompt hat die Notwendigkeit hervorgehoben, ständig wachsam zu bleiben und die Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken. Microsoft hat als Reaktion auf diese Bedrohung sein Engagement für die Sicherheit der Benutzer gezeigt, indem es die Schwachstelle schnell behoben und weiterhin potenzielle Bedrohungen überwacht hat. Dieser proaktive Ansatz ist entscheidend, um eine sichere und zuverlässige Nutzung ihrer Produkte zu gewährleisten.