Steuerpolitik für große Vermögen: Nik Storonsky, Mitbegründer von Revolut, zieht nach Dubai um

Nik Storonsky, der Mitbegründer der Neobank Revolut, hat die Entscheidung getroffen, London zu verlassen und nach Dubai zu ziehen. Diese Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund steuerlicher Änderungen im Vereinigten Königreich, die viele Milliardäre dazu veranlassen, ihren steuerlichen Wohnsitz zu überdenken. Erfahren Sie, warum diese Entscheidung einen strategischen Wendepunkt für Revolut und seine globalen Ambitionen darstellt.

Die 3 wichtigsten Informationen

  • Nik Storonsky hat seinen steuerlichen Wohnsitz in die Vereinigten Arabischen Emirate verlegt.
  • Das Vereinigte Königreich hat das Steuerregime der „nicht domizilierten Bewohner“ abgeschafft.
  • Revolut plant massive Investitionen zur Unterstützung seiner globalen Expansion.

Die Gründe für Storonskys Umzug

Nik Storonsky, Milliardär und Mitbegründer von Revolut, hat offiziell seinen steuerlichen Wohnsitz von London nach Dubai verlegt. Diese Entscheidung folgt auf die Abschaffung des „nicht domizilierten Bewohner“-Regimes durch die britische Regierung, das es großen Vermögen ermöglichte, 15 Jahre lang nicht auf ihre ausländischen Einkünfte besteuert zu werden. Diese steuerliche Änderung hat viele Milliardäre dazu veranlasst, ihre Situation zu überdenken, wobei Storonsky einer der jüngsten ist, die diesen Schritt gemacht haben.

Obwohl Storonsky das Vereinigte Königreich aus steuerlichen Gründen verlassen hat, behält er einen Wohnsitz in London und leitet weiterhin Revolut. Sein Fall illustriert einen breiteren Trend unter den großen Vermögen, mit Persönlichkeiten wie Nassef Sawiris und Christian Angermayer, die ähnliche Entscheidungen treffen.

Revolut in voller Expansion

Trotz dieses Wechsels des steuerlichen Wohnsitzes setzt Revolut seine Entwicklung in einem schnellen Tempo fort. Die Neobank, die mit etwa 65 Milliarden Dollar bewertet wird, hat kürzlich ihren neuen globalen Hauptsitz in Canary Wharf, London, eingeweiht. Mit 65 Millionen Kunden weltweit, darunter 6 Millionen in Frankreich, strebt das Unternehmen an, bis 2027 100 Millionen Nutzer zu erreichen.

Um diese Expansion zu unterstützen, hat Revolut einen Investitionsplan von 11,5 Milliarden Euro über fünf Jahre angekündigt. Dieser Plan umfasst 3,4 Milliarden Euro für das Vereinigte Königreich und 1 Milliarde Euro für Frankreich, wo sich der europäische Hauptsitz des Unternehmens befindet. Diese Investitionen zielen darauf ab, künstliche Intelligenz zu entwickeln, das Angebot im Bereich Private Banking zu erweitern und die internationale Präsenz des Unternehmens zu stärken.

Kontext und zukünftige Ambitionen

Obwohl Nik Storonsky seinen steuerlichen Wohnsitz verlegt hat, wendet er sich nicht vom Vereinigten Königreich ab. Revolut wartet auf seine vollständige Banklizenz im Vereinigten Königreich und plant einen doppelten Börsengang in London und New York. Diese Schritte zeigen, dass trotz der steuerlichen Änderungen der britische Markt für das Unternehmen von entscheidender Bedeutung bleibt.

Nik Storonsky, geboren in Russland, hat nach der Invasion der Ukraine seine russische Staatsbürgerschaft aufgegeben. Er besitzt nun die doppelte Staatsbürgerschaft von Großbritannien und Frankreich. Bevor er 2015 zusammen mit Vlad Yatsenko Revolut gründete, arbeitete Storonsky als Trader bei Lehman Brothers und Credit Suisse. Sein Anteil an Revolut wird derzeit auf etwa 7,9 Milliarden Dollar geschätzt.

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