In einer Welt, in der Daten zu einem wichtigen Vermögenswert für Unternehmen geworden sind, bleibt die Frage ihrer Speicherung entscheidend. Während einige Organisationen die Cloud bevorzugen, ziehen es andere vor, ihre Daten vor Ort zu behalten. Ein hybrider Ansatz scheint jedoch als relevanter Kompromiss zu gelten. Erfahren Sie, wie Branchenexperten diesen Trend wahrnehmen und welche Herausforderungen damit verbunden sind.
Die 3 wichtigsten Informationen
- Der hybride Ansatz wird zunehmend von Unternehmen zur Verwaltung ihrer Daten übernommen.
- Souveränität und Flexibilität sind wesentliche Kriterien bei der Wahl der Datenspeicherung.
- Das hybride Modell wird als Schritt zu einer breiteren Cloud-Einführung angesehen.
Warum eine hybride Infrastruktur wählen
Branchenexperten, die sich bei einer von ITdaily organisierten Podiumsdiskussion versammelten, diskutierten die Vorteile einer hybriden Infrastruktur. Diese Lösung ermöglicht es, die Vorteile der Cloud und der Vor-Ort-Systeme zu kombinieren und bietet Unternehmen die notwendige Flexibilität, um ihren spezifischen Anforderungen an Souveränität und Einfachheit gerecht zu werden. Laut Adriaan van Geyt von Dell Technologies ist ein hybrider Ansatz unerlässlich, da „Cloud-only für uns nicht möglich ist“.
Unternehmen generieren eine große Menge an Daten über Edge-Geräte, und es ist nicht immer sinnvoll, alles in die Cloud zu übertragen. Deshalb scheint ein hybrides Modell, das einen Teil der Daten auf privaten Infrastrukturen und einen anderen Teil in der öffentlichen Cloud integriert, die bevorzugte Lösung zu sein.
Die Bedeutung der Datensouveränität
Die Frage der Souveränität ist für viele Unternehmen, insbesondere in Europa, zu einem zentralen Thema geworden. Caroline Van Cleemput von Snowflake betont, dass, obwohl die öffentliche Cloud eine nachhaltige Lösung ist, es wichtig ist, die Auswirkungen der Datensouveränität zu verstehen. Hyperscaler wie Microsoft investieren in souveräne Lösungen, um diesen Bedenken Rechnung zu tragen.
Die Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern ist eine wachsende Sorge, die Unternehmen dazu veranlasst, nach Alternativen zu suchen, die eine bessere Kontrolle über ihre Daten gewährleisten.
Die Vorteile des hybriden Modells
Die Annahme einer hybriden Strategie ermöglicht es, von der Flexibilität und Skalierbarkeit der Cloud zu profitieren und gleichzeitig ein gewisses Maß an Kontrolle und Sicherheit durch eine Vor-Ort-Infrastruktur zu bewahren. Yannic De Bleeckere von SAS gibt an, dass das hybride Modell heute der Standard ist und Unternehmen die Möglichkeit bietet, bei Bedarf aus der Cloud zurückzukehren.
Für Steven Nuyts von SAP BeNeLux stellt das hybride Modell einen Zwischenschritt zur öffentlichen Cloud dar, der einen schrittweisen und auf die Bedürfnisse der Unternehmen abgestimmten Übergang ermöglicht. Dieser Ansatz ermöglicht es auch, den Mehrwert der Cloud voll auszuschöpfen, ohne alles auf einmal umkrempeln zu müssen.
Snowflake: Ein wichtiger Akteur im Cloud-Bereich
Snowflake, ein Unternehmen, das sich auf die Datenspeicherung in der Cloud spezialisiert hat, zeichnet sich durch seinen innovativen Ansatz und seine Fähigkeit aus, seinen Kunden flexible Lösungen anzubieten. Das 2012 gegründete Unternehmen gewann schnell an Popularität dank seiner Plattform, die es ermöglicht, große Datenmengen effizient zu speichern und zu analysieren.
Im Jahr 2020 machte Snowflake mit seinem Börsengang Schlagzeilen und wurde zu einem der größten im Technologiebereich. Das Unternehmen spielt weiterhin eine Schlüsselrolle bei der digitalen Transformation von Unternehmen, indem es ihnen die notwendigen Werkzeuge bietet, um ihre Daten in einer sicheren und skalierbaren Umgebung zu nutzen.